Instagram setzt nicht auf einen einzigen Algorithmus, der alles sortiert, was Nutzer sehen. Feed, Stories, Reels und Explore werden getrennt gerankt. Dabei kommen unterschiedliche Systeme für Inhalte von Konten zum Einsatz, denen Nutzer folgen, und für Empfehlungen von Konten, denen sie nicht folgen.

Die Systeme verfolgen einen gemeinsamen Zweck: vorherzusagen, welche Inhalte eine Person wahrscheinlich ansehen oder mit denen sie interagieren wird, und Beiträge dann entsprechend zu ranken. Adam Mosseri, der Leiter von Instagram, hat drei wichtige Signale hervorgehoben, die auf der gesamten App zum Einsatz kommen: Wiedergabezeit, Likes im Verhältnis zur Reichweite und geteilte Inhalte im Verhältnis zur Reichweite. Likes zählen etwas stärker, wenn bestehende Follower erreicht werden; geteilte Inhalte sind etwas wichtiger, wenn Menschen erreicht werden sollen, die einem Konto nicht folgen.

Die verschiedenen Bereiche der App erfüllen unterschiedliche Funktionen. Feed und Stories helfen Creatorn vor allem dabei, bei ihrem bestehenden Publikum sichtbar zu bleiben, während Reels und Explore stärker darauf ausgerichtet sind, neue Menschen zu erreichen. Beim Ranking im Feed werden die Aktivitäten einer Person, die Performance und die Details eines Beitrags, Interaktionen mit dessen Creator sowie die bisherige Beziehung zwischen den Konten berücksichtigt. Das Ranking der Stories stützt sich auf den bisherigen Verlauf von Aufrufen und Interaktionen sowie darauf, wie eng die Beziehung eingeschätzt wird.

Instagrams Rankingprinzipien betonen außerdem Originalität und Aktualität. Die Plattform erklärt, dass sie Original-Creator stärker verbreitet als Konten, die ihre Arbeit erneut veröffentlichen. Konten, die überwiegend Inhalte anderer erneut posten, werden Nicht-Followern nicht empfohlen. Neue Beiträge fließen ebenfalls schneller in das Ranking ein. Instagram erfasst dabei den Anteil der täglichen Impressionen, die auf Beiträge entfallen, die weniger als 24 Stunden alt sind.

Beiträge kleinerer öffentlicher Konten können zunächst testweise Menschen angezeigt werden, die ihnen nicht folgen. Reagieren diese Zuschauer positiv, empfiehlt Instagram die Beiträge möglicherweise weiteren Personen. Die Plattform erklärt außerdem, dass sie ihre KI-Modelle erweitert hat, um das Ranking zu verbessern. Laut der Quelle müssen Creator ihre Inhalte für diese Änderung nicht optimieren.

Der praktischen Empfehlung für Creator aus der Quelle zufolge sollten sie originelle Inhalte erstellen, dann veröffentlichen, wenn ein Thema aktuell ist, und Beiträgen einen klaren Einstieg sowie einen Grund zum Teilen geben. Außerdem beschreibt die Quelle Reels als Format, um neue Menschen zu erreichen, und Stories als Möglichkeit, die Beziehungen zu bestehenden Followern zu stärken. Eine in der Quelle angeführte Analyse von mehr als vier Millionen Instagram-Beiträgen ergab, dass Reels 36 % mehr Reichweite erzielten als Karussell-Beiträge, während Karussell-Beiträge 12 % mehr Interaktionen erhielten als Reels.

Nutzer können Empfehlungen mit Einstellungen wie „Your Algorithm“ in Reels und Explore, „Favorites“ und „Not interested“ beeinflussen. Mit diesen Funktionen können sie signalisieren, welche Arten von Inhalten sie häufiger oder seltener sehen möchten.

Quellen: Buffer Blog.