Nintendos Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time erscheint am 5. November für die Switch 2 und bringt das Abenteuer von 1998 mit aktualisierter Grafik und einer Handvoll Änderungen auf moderne Hardware. In seiner Rezension beschreibt Mashable das Remake als ausgefeilte Neuinterpretation, die die Geschichte, Ziele, Dungeons und Bosskämpfe des Originals weitgehend beibehält.

Nach einem kürzlichen erneuten Durchspielen der Nintendo-64-Version fand der Rezensent nur wenige große Überraschungen. Einige Rätsel in den Dungeons und Bosskämpfe wurden angepasst, doch insgesamt lässt das Remake die Struktur des Spiels unangetastet. Laut der Rezension bewahrt dieser konservative Ansatz die Welt und das Rätseldesign, die Ocarina of Time so unvergesslich gemacht haben, auch wenn er etwas mutlos wirken kann.

Die größte Änderung betrifft die Präsentation. Das Remake verleiht Figuren und Umgebungen ein detailreiches, stilisiertes Aussehen mit realistischen Texturen und Lichteffekten. Wasser, Nebel und Sonnenlicht reagieren auf ihre Umgebung, während das Spiel laut Rezension mit nahezu 60 Bildern pro Sekunde läuft. Auch die Musik wurde mit echten Instrumenten neu eingespielt, ergänzt durch einige der digitalen Klänge aus dem Original.

Links Bewegungen reagieren direkter; außerdem gibt es eine eigene Sprungtaste und eine Sprintfunktion. Im Kampf bleibt es beim ursprünglichen Prinzip, Gegner anzuvisieren und auf den richtigen Moment zu warten. Dank überarbeiteter Trefferanimationen wirkt er jedoch wuchtiger. Ein neues Questlog namens Threads of Time ordnet Haupt- und Nebenaktivitäten und bietet Hinweise, ohne Ziele auf der Karte zu markieren. Außerdem unterbricht Navi dadurch die Erkundung seltener.

Das Gegenstandssystem überzeugt den Rezensenten weniger. Statt wie in der N64-Version mehrere Gegenstände verschiedenen Tasten zuzuweisen, können Spieler einen Gegenstand für eine universelle Aktionstaste auswählen und über ein Schnellmenü wechseln. Dadurch können Begegnungen, bei denen mehrere Gegenstände rasch nacheinander benötigt werden, umständlich werden.

Die Rezension stellt auch die vollständig vertonten Zwischensequenzen infrage, die wichtige Szenen verlängern können, ohne ihnen viel hinzuzufügen. Einige Rätsel wurden vereinfacht und Gegner verursachen weniger Schaden, wodurch sich das Abenteuer insgesamt etwas leichter anfühlt. Für bestimmte Verbesserungen wird nun jedoch mehr Geld benötigt, was Spieler dazu anspornt, Sammelobjekte aufzuspüren.

Trotz dieser Vorbehalte wird das Remake dafür gelobt, den Charakter des Originals zu bewahren und die Dungeons sowie Bosskämpfe auch beim erneuten Durchspielen unterhaltsam zu gestalten. Der Rezensent empfiehlt, zwischen dem Remake und der N64-Version oder der 3DS-Neuauflage etwas Zeit verstreichen zu lassen, da die Vertrautheit mit dem Original den Mangel an neuen Inhalten stärker auffallen lassen könnte.

Quellen: Mashable.